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04.12.2019 | Vortrag | „Das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg in der deutsch-russischen Erinnerung.“ (Dr. Jörg Morré, Deutsch-Russisches Museum, Berlin-Karlshorst)

by Oliver Nickel August 09, 2019

„Das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg in der deutsch-russischen Erinnerung.“

Sowjetische Kriegsgefangene waren von Anfang an einem doppelten Verfolgungsschicksal ausgesetzt. Sie wurden zu Opfern der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Und sie wurden nach ihrer Befreiung aus der Gefangenschaft von ihrem eigenen Staat für angeblichen Verrat und Kollaboration mit dem Feind bestraft. Aus der Erinnerungsgemeinschaft der Veteranen schloss die Sowjetunion sie aus. In dem Vortrag werden die langen Nachwirkungen der Stigmatisierung und Ächtung thematisiert, der sich ehemalige sowjetische Kriegsgefangene in Russland und auch Deutschland ausgesetzt sahen.

Dr. Jörg Morré, geboren 1964, Studium der Geschichtswissenschaften, Russistik und Erziehungswissenschaften an der FU Berlin und der Universität Hamburg; anschließend Referendariat im Hamburger Schuldienst; Promotion in osteuropäischer Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum; 1996-2008 wiss. Mitarbeiter an den Gedenkstätten Sachsenhausen und Bautzen, seit 2009 Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst. Mitglied der deutsch-russischen Historikerkommission, im wissenschaftlichen Beirat des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und im Kuratorium der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße (Potsdam).

Datum: 04.12.2019
Ort: Vortragsraum in der ehemaligen „Entlausung“ (Gedenkstätte Stalag 326).
Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände des LAFP-Bildungszentrum Erich Klausener.
Anschrift: Lippstädter Weg 26, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock.
Beginn: 18.30 Uhr
Treffpunkt und Einlass: 18.15 Uhr, an der Wache der LAFP-Bildungszentrum Erich Klausener.
Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: nicht notwendig!

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